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Gemeinsam einen guten Job machen

Durch Teamsupervision soll erreicht werden, dass die Kommunikation gelingt, die Arbeit gut gemacht wird und die Mitarbeiter ein ausreichendes Maß an Arbeitszufriedenheit erleben.

Dazu muss der Teamsupervisor einen Selbstreflexionsprozess im Team anregen, der zum einen die gelingenden Arbeitsbereiche erfasst und würdigt, zum anderen die relevanten Probleme und Konflikte erkennt und schließlich die Entwicklung besserer Lösungen fördert.

 

Regeln und Rollen im Betrieb

Wenn der Supervisor die belastenden Arbeitsumstände geschildert bekommt, kann er sich ein Bild von der affektiven Verfassung der Teammitglieder machen und bekommt zugleich Einblick in die Hintergründe der gegenwärtigen Problemlage. Dabei treten Fragen der Organisation, der Führung und des Rollenverständnisses in den Vordergrund:

  • In welcher Weise sind die Mitarbeiter  in ihren verschiedenen Rollen durch Regelungen und Absprachen organisiert und in die gemeinsame Arbeit integriert?
  • Sind die geltenden Absprachen und Regelungen ausreichend oder lückenhaft, zu eng oder zu allgemein?
  • Wird das Kooperationsgebot aller mit allen eingehalten oder gibt es Spaltungen und Lagerbildung?
  • Ist für ausreichend viel Zeit zur gegenseitigen Information und zur Abstimmung der Zusammenarbeit gesorgt?
  • Welcher Führungsstil liegt vor? Welche impliziten Machtverhältnisse gibt es neben den expliziten?
  • In wieweit kooperiert die Teamleitung mit dem Supervisor und ist einer Leitungsberatung zugänglich?

Die Auseinandersetzung mit solchen Themen und die Suche nach besseren Lösungen sind Gegenstand der Supervision.

 

Klärungshilfe bei Konflikten

Bei allen Tätigkeiten, wo Menschen miteinander arbeiten, ist von divergierenden Vorstellungen auszugehen. Dass dabei leicht Verwicklungen und Konflikte entstehen können, die die Zusammenarbeiten belasten, sollte man als ständiges Berufsrisiko von Teamarbeit sehen. Daran ist nichts Verwunderliches oder gar Empörendes, es geht vielmehr um eine normale Begleiterscheinung enger Zusammenarbeit.

Teamkonflikte entstehen meistens dann, wenn Regeln nicht ausreichen oder nicht eingehalten werden. Das ist allerdings für die beteiligten Personen in ihrer emotionalen Betroffenheit nicht unmittelbar zu erkennen, vielmehr erscheinen jeder Seite bestimmte Eigenschaften der Konfliktpartei als das eigentliche Problem.

Anstatt nun dieser Dynamik zu folgen und tatsächlich Personen und ihre Eigenschaften zum Thema zum machen und eine Beziehungsklärung vorzunehmen, sollte der Supervisor darauf hinwirken, den Konflikt von den Personen zu lösen, ihn auf seinen institutionellen Ursprung, meist ein Regeldefizit oder eine Nachlässigkeit mit bestehenden Regeln, zurückzuführen und bessere organisatorische Lösungen zu entwickeln.

 

Weitere Ausführungen dazu finden Sie in meiner Arbeit

Teamsupervision in Praxis und Klinik